Harald Schmidt:
"Millionen demonstrieren gegen Krieg.
Tolles Programm:
Auf der Hauptbühne in Berlin waren
Reinhard Mey, Konstantin Wecker, Hannes Wader und die Puhdys aufgebahrt,
äh, aufgetreten"
("Harald Schmidt" 18.02.03 23.15 Uhr SAT 1)
"Peace Parade in Berlin. Von wegen, die jungen Leute von heute interessieren sich nicht für Politik. Fast eine Millionen Menschen [sic!] zogen von der Siegssäule zum Brandeburger Tor, um gegen die amerikanischen Irak-Politik zu demonstrieren. Die Spaßgesellschaft hat offensichtlich ein bisschen mehr im Kopf."
("MTV News" 17.02.2003 18.45-19.00 Uhr MTV)
Bernd Stange, 54, Trainer der Irakischen Fußballmannschaft:
"Es sind 26 Millionen, die im Irak leben.
Ich bin kein Diplomat und kein Politiker. Ich bin ein Sportlehrer, der
mit Menschen des einfachen Volkes arbeitet. Und 46 Prozent der irakischen
Bevölkerung ist jünger als 16 Jahre. (...) Sie tragen es mit
einer unglaublichen Würde. Sie können eh nichts daran ändern.
Sie haben überhaupt keinen Einfluß. Es gibt das berühmte
Wort 'Inscha'allah' - es ist sowieso vorherbestimmt. Was sie betrifft,
und was sie so bedroht ist ein zwölfjähriges Embargo. Dieses
Embargo hat die falschen Menschen getroffen,
es hat die ärmsten getroffen, eine halbe Millionen Kinder sind gestorben,
über eine Millionen Menschen. Ich habe Freunde, die operieren, die
haben keine Medikamente. (...) Es wird in den letzten Tagen immer über
den Irak gesprochen, an sich - hochgradige Politiker. (...) Sie unterstellen
einfach eine hochgerüstete Nation. Lassen Sie doch erste einmal die
Inspektoren diese hochgerüstete Nation erforschen. Suchen Sie doch
die Waffen. (...) Dieses Volk ist gebeutelt, es ist fertig, es steht am
Rande einer humanitären Katastrophe. Und wenn Sie von Demokratie sprechen,
die es zu errichten gilt (...), ich arbeite mit den Menschen: Ein Schmelztiegel
von verschiedensten Religionen, von verschiedenen Nationalitäten,
Glaubensrichtungen, in eine Demokratie zu bomben, ist ein aussichtsloses
Unterfangen. Wer gibt Ihnen das Recht zu sagen, das unsere Demokratievorstellungen
in diesem Reich der Welt funktionieren? Und das ist das Problem."
("Gysi und Späth" 17. Februar 2003, 22.05 Uhr im MDR FERNSEHEN)
Ein älterer Herr im Interview auf der Friedensdemonstration in Berlin:
"Viele Bauarbeiter setzen sich ebenfalls für den Frieden ein. (...) In erster Linie geht es hier um Frieden. Und wenn mehr Frieden ist, wird auch die Geldfrage wahrscheinlich gelöst werden."
("Polylux", Zeitgeistmagazin, 17.02.2003, 24.00 Uhr, ARD)
"Dann, wenn man sagt, man hat bei sich zu Hause Frieden, dann kann man, glaube ich, auf die Straße gehen. Das wäre ein erster Anfang."
Thomas Gottschalk
in: "Wetten dass" 22.03.2003
ZDF
"Es ist kein neuer Gedanke, daß die Hausbesetzer, Friedensbewegten und so weiter eher Menschen sind, die es nicht verstehen, sich so herzurichten, daß es einem gefällt."
Benjamin von Stuckrad-Barre
in: J. Bessing (Hg.)
"Tristesse Royal" Ullstein 1999
"Wir werden viele dieser Kriege haben, wir werden eine Hypermacht haben und wir werden in orwellschen Zuständen enden; und eine Überwachungswelt, in der ich nicht leben möchte"
Wolfgang Niedecken
in: "Brennpunkt" 22.03.2003
ARD
"Zum Thema USA und Irak-Konflikt gabe es schon viele künstlerische Kommentare, manche waren so ein bisschen auf dem rhetorischen Stand von 1982."
Charlotte Roche
in: "Fast Foward" 24.03.2003
VIVA
"Links sozialisierter Kreuzberger um 30 sucht neue Bekannte, die vom naiven Nationalpazifismus der 90%-Deutschen auch genervt sind"
Kleinanzeige
in: "Zitty" 6/2003 S.
280
"Es wird Zeit, daß wir das Amerikanische Volk befreien. Weil: die haben nicht mehr richtig die Chance, sich wirklich zu äußern."
Ulrike Folkerts, Tatortkommisarin
Lena Odenthal,
in: "Johannes B. Kerner"
25.03.2003 ZDF
"[Bush-Beraterin Condoleeza] Rice: 'Wenn ich mir über etwas Sorgen mache, denke ich mir einen Aktionsplan aus und gebe ihn Gott. Ich bitte ihn, dass er mich führt. Und Gott hat mich noch nie im Stich gelassen.'"
in: "Woman - Das Frauen- und Lifestyle-Magazin" 5/2003 S. 46/47
"Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns."
Mk 9, 40
"Die Menschen müssen endlich lernen, andere Kulturen objektiv zu betrachten. Damit sie wissen, wann sie sich einmischen sollen und wann nicht"
Die Vulkanische Wissenschaftsoffizierin
T’Pol
in: "Enterprise" 15.03.2003
SAT 1
"Der US-Imperialismus (...) ist der derzeitige Hauptfeind nicht nur der Menschen in der 'Dritten Welt', sondern jeglicher humaner Weiterentwicklung der Menschheit. Seine Agressivität nach außen steht hinter der des faschistischen Deutschland der 1930er und 40er Jahre nicht zurück"
"Marxistische Blätter" Special 1/2003 S.3
"Amerika braucht einen Gorbatschow."
Norman Ohler, Schriftsteller,
Berlin
in: "Lettre International"
1/2003 S. 66
"Noch eine Frage zur Show letzte Nacht."
Reporter auf einer Pressekonferenz
im Pentagon.
in: "Panorama" 27.3.2002
ARD